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C-A-F-F-E-E – Der Entzug (Teil 3)

(Fortsetzung von Teil 2, C-A-F-F-E-E die Nachwirkungen)

So heute wird es also Ernst. Wir wollen uns das Kaffeetrinken abgewöhnen. Oder nur einmal drüber nachdenken.
Es gibt zwei Möglichkeiten, sich das Kaffeetrinken abzugewöhnen:

-       die Harte Tour und

-       die Harte Tour

 

Ja, richtig gelesen, es ist vollkommen egal welche Variante wir wählen, es ist immer schwer sich von gut gepflegten Gewohnheiten zu lösen. Schließlich begleiten sie uns schon lange und gehören zum Alltag einfach dazu.

Wie alles, was wir beginnen, beginnt auch die Kaffeeentwöhnung mit dem ersten Schritt, einer Entscheidung und einem starken Willen (den wir unbedingt brauchen werden). Zusätzlich können wir ein feierliches Ritual durchführen, wie zB den Kaffee verschenken oder entsorgen. Anschließend folgt die Entscheidung, ob wir von einem Tag auf den anderen mit dem Kaffee aufhören oder einen schleichenden Prozess wählen.

Genau hier liegt das Problem, beide Varianten sind in der Umsetzung mühsam und hart.

Denn vielleicht ist der erste Weg in der Früh der Weg zur Kaffeemaschine. Wir wüssten wahrscheinlich nicht, wo wir alternativ hingehen sollten oder was wir stattdessen tun und trinken sollten. Es kommt ein Gefühl von Leere auf und wir fühlen uns ein wenig orientierungslos. Und es fehlt etwas Liebgewonnenes.

Eine Gewohnheit abrupt abzulegen, kann Körper und Geist ganz schön durcheinander bringen.

Allerdings ist ein schleichender Abschied auch nicht leichter und die Gefahr groß, dass man trotz aller guten Vorsätze an der Gewohnheit hängen bleibt.

Wie wir von einem Tag auf den anderen aufhören, ist – denke ich – klar. Wir hören „einfach“ auf. Wir tun es einfach. Allerdings müssen wir mit massiven Entzugserscheinungen rechnen (wenn wir empfindlich sind). Die schlimmsten Entzugserscheinungen, die ich bei meinem Entzug durchgemacht habe (von 4 Caffè Latte täglich auf 0) waren unerträgliche Kopfschmerzen bis zu migräneartigen Anfällen, mit Schwindel und Übelkeit. Ohne Schmerztabletten war es leider nicht auszuhalten.

Der schleichende Abnabelungsprozess könnte so aussehen, dass wir jeden vierten Tag eine Tasse Kaffee weniger trinken. Wenn wir von vier Tassen ausgehen, sieht es folgendermaßen aus:

Tag 1-4: 3 Tassen täglich

Tag 5-8: 2 Tassen täglich

Tag 9-13: 1 Tasse täglich

Dann trinken wir nur noch jeden zweiten Tag eine Tasse. Dann nur noch jeden dritten Tag, usw. Bis wir völlig darauf verzichten können.

In der Bhagavid Gita1 steht dazu:

„Wenn du dein Denken energisch auf all die schlimmen Folgen der Begierden richtest, während diese in dir auftauchen, versiegt nach und nach die Leidenschaft für sie. Da sich nun deine Leidenschaft verringert, kommt dein Geist unter Kontrolle. Fester, hingebungsvoller Glaube (Shraddha) bringt dir die starke Entschlusskraft, den Willen“.

Allerdings könnten wir unser Denken auch auf ein positives Erlebnis oder Ergebnis ausrichten. Die Gesundheit, den Urzustand unseres Körpers und die Zeit, die wir (wieder) gewinnen.

Wir könnten in jenen Minuten, die wir mit Kaffeekochen und Trinken aufwenden, alternativ ein paar Yogaübungen machen, eine Runde ums Haus drehen oder meditieren.

Wenn wir davon ausgehen, dass wir rund 15 Minuten pro Kaffee „vergeuden“, könnten wir bei einem täglichen Konsum von 4 Tassen immerhin eine gute Stunde gewinnen. Das könnte schon eine wundervolle Asanapraxis sein.

Egal welche Variante du wählst. Tu es! Mach es „einfach“ und verzeihe dir auch kleine Rückfälle.

Ich wünsche dir viel Erfolg und freue mich über Erfahrungsberichte via Kommentarfunktion oder E-Mail.

 

Lies auch C-A-F-F-E-E – Der Beginn einer leidvollen Beziehung (Teil 1)

Lies auch C-A-F-F-E-E – Die Nachwirkungen (Teil 2)Yogaurlaub 2013 finden auf www.myogadays.com

Cordula | Yoga & Wandern

Cordula | Yoga & Wandern

Ich lebe und unterrichte Vinyasa Flow Yoga in Österreich, Korneuburg. Neben meinen Kursen und Workshops sind "Yoga und Wandern" Reisen meine große Leidenschaft - ich liebe die österreichische Landschaft und Natur. Meine Stunden sind kreativ, fordernd und humorvoll. Motto: Yoga ist der Weg zu dir selbst.

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