Die Leichtigkeit und Mühelosigkeit der Asanapraxis bleibt manchem Beobachter oder Übenden im Verborgenen und offenbart sich ihm als bloße Anstrengung, eine Position zu erreichen und zu halten.
Die Einfachheit des Yoga allerdings entspringt aus der Hingabe und der Verinnerlichung wesentlicher Prinzipien, die der Übende auf allen Ebenen vereint … Körper, Geist und Seele. Die vier verinnerlichten Prinzipien bieten die Möglichkeit, die Yogapraxis in all seiner Leichtigkeit, Sicherheit und Effektivität zu erfahren und zu erleben.
Diese vier Prinzipien der Asana Praxis sind:
- Der Atem
- Das Fundament
- Die Dynamik der Bandhas
Der Atem
Der Atem ist die Verbindung/Brücke zwischen Körper und Geist. Im Yoga sind wir meist mit unserem Geist und unseren Gedanken beschäftigt. Unsere Gedanken, mit ihren unbewussten und tückischen Gewohnheiten, sind die Wurzel für unsere Unzufriedenheit.
Doch die Aktivität unserer Gedanken ist für die meisten von uns schwer fassbar, zu eingefahren und zu subtil, um damit direkt zu arbeiten. Deshalb verwenden wir den äußeren Zugang zu unseren Gedanken: unseren Körper. Unser Körper ist nichts anderes als der physische Ausdruck unseres inneren Wesens. All unsere Ängste, Hoffnungen, Erinnerungen und Träume spiegeln sich in der Haltung, Struktur und Aktivität unseres Körpers.
Jene Aktivität des Körpers, die am direktesten und flüssigsten den Zustand unseres Geistes ausdrückt ist die Atmung. Uns wurde gesagt, dass wir in Zeiten von Stress tief (durch)atmen sollen. Die Qualität unserer Atmung und was wir damit tun, ist vollständig gebunden an den Zustand unseres Geistes. Der einfachste und direkteste Weg unseren Geist zu transformieren ist nicht, zu versuchen unsere mentalen Prozesse sondern unsere Atmung zu verändern.
Die Yoga Positionen verändern durch das Entspannen der Atemmuskulatur (Zwerchfell und Interkostalmuskulatur) und Atemhilfsmuskulatur automatisch unsere Atmung. Die Bandhas (folgt) transformieren unsere Atmung noch direkter und dadurch unseren Geist.
Doch der vielleicht einfachste und zugänglichste Weg die Qualität unseres Atems zu transformieren, ist die Bewegungen des Körpers mit der Atmung zu synchronisieren (Vinyasa). Je verfeinerter diese Synchronisation ist, desto fokussierter, aufmerksamer und verinnerlichter werden unser Geist und unsere Gedanken. Unseren Körper mit unserer Atmung zu bewegen erfordert Aufmerksamkeit und bewirkt gleichzeitig einen Stillstand unserer Gedanken.
Wenn Atmung und Bewegung synchronisiert werden, kommen die Gedanken zur Ruhe und eine Art “Meditation in Bewegung” entsteht. So bereitete bereits Krishnamacharya seine Schüler auf ihre spirituelle Yoga-Praxis vor.
Die Vinyasa Praxis auf diesem Level leitet die fundierte meditative Verinnerlichung ein, das sogenannte „Pratyahara“. Pratyahara führt dann, durch Praxis, zur Meditation.
zu den anderen Prinzipien: “Das Zentrum”, “Das Fundament”und “Die Dynamik der Bandhas”



















