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Online Yoga wirkt

Heute ist es also soweit. Ein neuer Schritt in meiner Yogalaufbahn. Es geht doch immer darum, sich weiter zu entwickeln. Ich habe mich zwar lange dagegen gewehrt, aber es hilft nix. Die neuen Medien machen auch vor Yoga nicht halt. Deshalb ist es an der Zeit, doch mal eine Online Yoga Stunde zu nehmen. Die Zeichen stehen auch insofern gut, als dass ich alleine zu Hause bin und nicht befürchten muss, dass im Nebenzimmer das Internet leer gesaugt wird.

Registrieren, Testzugang wählen und einloggen … das geht schnell. Schneller, als wenn ich mich in einer realen Yogaschule einschreibe.

Jetzt nur noch rasch das passende Video auswählen .. hm … gar nicht so einfach. Anstelle einer tabellarischen Übersicht, gibt es viele Bilder mit  Text in der Übersicht.  Ich merke, dass ich ungeduldig werde, die Suche gestaltet sich länger als erwartet (ich schaue mir später andere Portale an, überall bietet sich das gleiche Schema.)

Ich weiß nicht was ich will und was es gibt. Ich klicke mich durch die Seiten. Eine Sortierfunktion gibt es nicht. Aber eine Filterfunktion. Ich kann Stil, Lehrer, Dauer und Schwitzfaktor auswählen.

Ich wähle also mittleren Schwitzfaktor und 30-120 min. Aus den Ergebnissen wähle ich einen Lehrer, bei dem ich schon persönlich geübt habe, um einen möglichst authentischen Vergleich zwischen offline und online zu haben. Nun liegen 30 Minuten Online Yoga vor mir, gerade lang genug um zu testen und einen ersten Einblick zu erhalten.

Meine Matte ist bereits ausgerollt und der Lehrer in Form des Laptops vor mir auf einem Sessel drapiert. Jetzt kann es losgehen. Ich drücke auf Play und lausche … plötzlich hängt das Video … klar, hab ich vergessen. Ich drücke auf Pause und lasse das Video vollständig laden. Das kann dauern, denke ich. In der Zeit könnte ich doch noch rasch das Schlafzimmer saugen, oder? Ja, geht sich aus. Gesagt, getan.

Ich kehre zurück zu meinem virtuellen Lehrer, das Video ist nun vollständig geladen und es kann losgehen. Könnte … es läutet an der Tür. Unsere Nachbarin bittet um ein Autogramm …. Allerdings gegen eine Giftmülldeponie im Nachbarort. Natürlich, das unterschreibe ich gerne und frage mich, ob das Problem dadurch nun wirklich gelöst wird und welcher Ort alternativ damit belastet werden würde, wenn der Giftmüll nicht hier deponiert wird. Manchmal lösen wir Probleme nur scheinbar …

Zurück auf meiner Matte, prüfe ich noch einmal alle eventuellen Störquellen. E-Mail Eingang – aus, Handy – lautlos, Türglocke – wird ab jetzt ignoriert.

Ich drücke ein letztes Mal auf Play und nun geht es tatsächlich los. Mein erstes Mal. Ich nehme eine entspannte Sitzhaltung ein, schließe meine Augen und folge den Worten meines virtuellen Lehrers, nennen wir ihn Gino. Seine Worte führen mich durch die Anfangsentspannung. Wie im richtigen Leben, denke ich und freue mich, dass ich voll bei der Sache bin.

Dann beginnen sanfte Mobilisierungen, dann kommen die Asanas. Ich kann dem Ablauf auditiv und visuell gut folgen (obwohl ein bisschen lauter könnte es sein).

Ich bewege mich, folge den Anweisungen und es fühlt sich gut an. Rechter Fuß nach vorne – 1. Krieger – Variationen – Chatturanga – zweite Seite – linker Fuß …. Huch, was ist das, Gino vergisst auf die Variation auf der linken Seite. Wie im richtigen Leben, denke ich. Nicht ganz, im realen Leben hätte ich bereits protestiert. Hier heißt es Hinnehmen und weitermachen. Auch eine Übung.

Ab der 13. Minute bilden sich die ersten Schweißperlen und nicht nur, weil es draußen 35°C hat.

Fein, denke ich, Online Yoga wirkt.

Ich schwitze und achte auf meine Ausrichtung. Ist ja niemand da, der mich korrigiert. Und wenn Gino „sehr schön“ sagt, fühle ich mich natürlich angesprochen. Die Einheit neigt sich dem Ende und wir sitzen in der Endentspannung. Savasana ginge auch, meint Gino. Ich bleibe aber sitzen. Mal ausprobieren. Ich lausche wieder Ginos Worten, gehe in die Stille und verweile einen Moment. Wir beenden die Stunde mit einem gemeinsamem OM Shanti Shanti Shanti. Ich ommmmme eifrig mit und verneige mich vor meinem virtuellen Lehrer.


Fazit
: Ja das könnte was werden mit uns – Online Yoga und ich gehen ab heute gemeinsame Wege.

Denn es bietet mir (habe ich erst mal alle Hindernisse überwunden) eine sehr gute Alternative zu üben,

-       Wann ich Zeit habe

-       So lange ich gerade will

-       Mit verschiedenen Lehrern und

-       Ich muss keine 40 km zurücklegen, um ins nächste Studio zu kommen.

 

Ich freue mich, auf viele weitere Online Stunden, mit hoffentlich ganz vielen Flow Einheiten!

 

Adressen von Online Yoga Schulen

A – www.yogamehome.org (14 Tage kostenlos mit Gutschein exklusiv für MYOGADAYS Nutzer – Gutschein holen)

D – www.yogaeasy.de

D – www.yogaraumonline.com

D – www.yogamour.de (kostenlos, Spende)

NL – www.ekhartyoga.com

US – www.myyogaonline.com

US – www.yogaglo.com

US – www.yogatoday.comYogaurlaub 2013 finden auf www.myogadays.com

Cordula | Yoga & Wandern

Cordula | Yoga & Wandern

Ich lebe und unterrichte Vinyasa Flow Yoga in Österreich, Korneuburg. Neben meinen Kursen und Workshops sind "Yoga und Wandern" Reisen meine große Leidenschaft - ich liebe die österreichische Landschaft und Natur. Meine Stunden sind kreativ, fordernd und humorvoll. Motto: Yoga ist der Weg zu dir selbst.

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